Judith Vogt & Christian Vogt: Die zerbrochene Puppe.
Feder und Schwert 2012, 3. Aufl. 2018.
ISBN 978-3-86762-156-4 (Print), 978-3-86762-171-7 (ebook)
Naðans Reise führt ihn durch ein alternatives Europa, dass nach einem Vulkanausbruch vor Jahrhunderten in eine tiefe Eiszeit geraten ist. Luftschiffe ziehen durch den Himmel, friesische Piraten sorgen für Angst und Schrecken, und das Gerücht geht um, dass jemand aus den Körpern von Verstorbenen künstliche Menschen herstellt. Naðan ist kein typischer Held, und das Autorenpaar beschreibt einfühlsam seine Verletzlichkeit, seinen Schmerz, aber auch seine Willenskraft und seine Gratwanderung am Rande des Wahnsinns. Die zerbrochene Puppe pendelt zwischen Phantastik und Horror, zwischen dem Elend des Protagonisten und der wild vorandrängenden Handlung, die uns zu faszinierenden Schauplätzen und interessanten Persönlichkeiten führt. Das alles ist anschaulich und schwungvoll geschrieben und macht Lust auf mehr. [Geheimtipp: Es gibt mehr, zum Beispiel den Roman „Die verlorene Puppe“ (also nicht die zerbrochene) und die Kurzgeschichtensammlung „Eis und Dampf“.]
Potenziell triggernde oder problematische Inhalte von "Die zerbrochene Puppe" sind laut http://www.jcvogt.de/romane/die-zerbrochene-puppe/ : Gewalt, Horror, emotionales Trauma, Darstellung von Sex.